Golden Retriever Portrait

GOLDEN RETRIEVER

 

Ursprung & Geschichte


Die Rasse des Golden Retriever wurde ursprünglich in Schottland und England in "Guisachan" in der Nähe von Glen Affric, dem Highlandanwesen von Sir Dudley Marjoribanks (ausgesprochen "Mar banks"), dem späteren Baron Tweedmouth, entwickelt.

Verbesserungen bei den Jagd-Schusswaffen während des 19. Jahrhunderts führten zu mehr aus größerer Entfernung abgeschossenen Vögeln und auf immer schwierigem Gelände.

Dies führte Verlusten bei den erschossenen Vögeln. Aufgrund dieser Verbesserung der Feuerwaffen entstand also die Notwendigkeit für einen speziellen Apportierhund (Retriever), da der Einsatz von Setter- und Pointer-Rassen zum Apportieren sich als uneffektiv erwies.

Baron Tweedmouth paarte im Jahre 1868 einen gelben Retriever (aus einem rasselosen Wurf) mit gewelltem Fell namens „Nous“ mit einer Tweed Water Spaniel-Hündin namens „Belle“.  Der Tweed Water Spaniel ist heute ausgestorben. Die vier Welpen dieses Wurfes bildeten die Basis für sein Zuchtprogramm von 1868 und 1890 und er kreuzte auch weiter Tweed Water Spaniel, St. Johns-Hund, zwei schwarze Retriever mit welligem Fell, Irish Setter sowie einen sandfarbenen Bluthund ein – anhand seiner Zuchtbücher nachzuvollziehen. 1903 wurde er das vom Kennel Club of England (UKC) unter der Bezeichnung „Flat Coated Retriever“ aufgenommen und im Jahre 1913 wurde er  dort als eigene Rasse anerkannt.

Der Rassename wurde 1920 offiziell zu Golden Retriever geändert Flat Coated Retriever ist der Name einer anderen Rasse geworden.

Die Rasse wurde in England und den USA nach der Anerkennung schnell beliebt, etablierte sich jedoch erst Anfang der 1980er im restlichen Europa. Zehn Jahre später wurde er relativ schnell zum Modehund durch vielfache Verwendung in Spielfilmen und TV-Werbung.

Die entstandene Beliebtheit hält bis heute an und der Golden Retriever laut Zuchtverbandsstatistiken zu Welpenzahlen ist er einer der am häufigsten gehaltenen Rassehunde in Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum.

 


Charakter & Verwendung

Der Golden Retriever gilt als geduldig, ruhig, klug und freudig arbeitender Hund. 
Er soll nicht aggressiv sein – jede Form der Aggressivität ist für diese Rasse unüblich und ein entsprechender Hund sollte nicht zur Zucht eingesetzt werden, gleiches gilt für übermäßige Ängstlichkeit.
Da er ein Modehund ist, wird dies leider nicht immer bei der „Zucht“ beachtet.
Diese Rasse braucht Menschenanschluss, ist jedoch im Allgemeinen nicht personenfixiert sondern generell freundlich zu allen Haushaltsmitgliedern und auch zu Fremden. Kindern gegebenüber soll er geduldig sein und sich auch mit anderen Hunden, Katzen oder anderen Tieren gut vertragen.
Er tendiert zwar eigentlich nicht zum Jagen, da er Wildbret unbeschädigt zurückbringen sollte, aber kann wie jeder Hund bei fehlender Erziehung zum Streunern oder Wildern tendieren.

Der Golden Retriever benötigt wie alle Arbeitshunde viel Bewegung und Training um ausgelastet zu sein.
Ist er unterfordert, können sich unerwünschte und zerstörerische Verhaltensweisen herausbilden.
Normales Gassigehen ist als „Beschäftigung“ bei weitem nicht ausreichend, sondern sollte möglichst ein Hundesport (z.B. Man Trailing oder Apportieren) oder ähnlich intensive Arbeit durchgeführt werden.


Beschreibung

Allgemein Der gesamte Körperbau des Golden Retrievers sollte harmonisch sein.
Körper Der Golden Retriever hat einen gut ausgeprägten Knochenbau und eine kräftige Bemuskelung. Beides verhilft ihm zu kräftigen Bewegungen. Der Brustkorb und die Rippen sind tief und deutlich gerundet. Das Gebäude ist am Bauch deutlich aufgezogen. Er hat einen kurzen Rücken, welcher im Lendenbereich kurz ist.
Kopf Der Kopf hat im Bereich des Gesichts eine ausdrucksvolle Form und zeigt einen ausgeprägten Stopp. Der Hund weist komplettes Scherengebiss auf.
Seine Ohren sind von mittlerer Größe und sitzen auf Augenhöhe von wo sie bis ungefähr auf Mundwinkelhöhe herunter hängen.
Größe
Der Golden Retriever ist ein mittelgroßer Hund; die Rüden werden am Widerrist 56 bis 61 cm hoch, die weiblichen Tiere 51 bis 56 cm.
Gewicht
Das Gewicht beträgt 30 bis 40 kg, ist aber im Standard nicht weiter definiert.
Haarkleid
Das Fell des Golden Retrievers ist entweder glatt oder gewellt, jedoch nie gelockt. Es weist eine gute Befederung an der Unterseite des Schwanzes, an Brust sowie Bauch und an der Rückseite der Vorderläufe auf. Der Hund hat eine wetterfeste und dichte Unterwolle.
Das Haarkleid sollte nie zu lang sein, da dies ihn beim Einsatz als Apportierhund beeinträchtigen würde.
Farbgebung
Den Golden Retriever gibt es wie der Name schon sagt in Goldtönen und zwar von hellem Creme (Weißgold) bis hin zu tief goldenen Tönen. Rottöne sind nicht zulässig.

Die Augenlider, Iris, sowie Lefzen und Nase sollten gut pigmentiert sein, da rosa Nasen oder pigmentlose häufig zum Ausschluss bei Ausstellungen führen.
Hierbei ist anzumerken, dass bei einer ganzen Anzahl von Vertretern dieser Rasse die Nase im Winter etwas heller ist.